Unser Leben ist das, wozu es unsere Gedanken machen.
(Marc Aurelius)

Mein Beratungsverständnis

Den theoretischen Hintergrund und somit die Basis meiner Arbeit in Supervision und Coaching bildet die humanistische Psychologie. Diese sieht den Menschen als freies, selbstverantwortliches und soziales Wesen im Zentrum.

Ein zentrales Konzept der Humanistischen Psychologie entwickelte Carl R. Rogers von 1938 – 1957 zunächst unter den Namen und der Schwerpunktsetzung auf non directive therapy, später client-centered therapy und letztendlich person-centered-therapy.

Der Personzentrierte Ansatz vertraut darauf, dass jeder Mensch das Lösungspotential für seine Probleme in sich trägt. Mit der Aktualisierungstendenz, als dem Mensch inhärent unbedingt existierend, hat der Organismus die Kraft zur Selbsterhaltung und Selbstentfaltung. Sie ist sozusagen die Weisheit des Organismus, seine Selbstheilungsfähigkeit. Entsprechend der Maxime Kierkegaards „Das Selbst zu werden, was man in Wahrheit ist“, geht der personzentrierte Ansatz von dem zentralen Konzept des Selbst aus. Das Selbst differenziert sich im Verlauf der frühkindlichen Entwicklung aus den Körperwahrnehmungen (organismischen Erfahrung) in Interaktion mit der Umwelt (Fremdbewertung) und bildet die Folie auf der Wahrnehmungen zu subjektiven Erfahrungen werden. In diesem Sinne organisiert und strukturiert das Selbst lebenslang Erfahrungen, was auch dazu führen kann, dass Erfahrungen ignoriert, verleugnet oder verzerrt werden, wenn sie keinen Bezug zum Selbst und zur Sicht der Person von sich selbst (zum Selbstkonzept) haben oder dieses sogar bedrohen. Aktuelle Erfahrungen, die nicht in Übereinstimmung mit dem Selbstkonzept gebracht werden können oder auch Unverträglichkeiten verschiedener Anteile des Selbstkonzeptes, werden als Inkongruenzen, als innerpsychische Beeinträchtigungen, erlebt.